#WoZu KW 32 – Die Kunst der Gleichgültigkeit


#1 Erkenntnis der Woche


Das Wort „Wurscht“ hat in Österreich ja vielerlei Bedeutungen. Einerseits ist es die Bezeichnung für diverse Wustwaren, andererseits ist es Ausdruck tiefster Gleichgültigkeit.

Und ich kann euch sagen, als Welpenbesitzerin ist mir vieles gleichgültig geworden.

Zumindest was mein optisches Erscheinungsbild betrifft. Nicht nur einmal stand ich mit dermaßen zersausten Haaren, dass man meinen könnte Mick Jagger höchstpersönlich stünde vor einem, und vor Allem augenbrauenlos (ein Andenken an meine Jugend in den 2000ern, wo es noch cool war Striche statt Brauen über den Augen zu tragen und so habe ich mir über die Jahre selbige mit einer Pinzette so gut wie wegrationalisiert -.- ) in meinem Bademantel mit Tennissocken und Adiletten auf der Grünfläche vor unserer Wohnung und feuerte den Hund an, wie ein Cheerleader bei einem NBA Spiel, während dieser sein Geschäft verrichtete.

Nun, mittlerweile komme ich mir sogar fremd vor, wenn ich mal wieder Mascara trage oder gar einen Lippenstift. Aber hey, ist ja „wurscht“ was die Nachbarn denken. Hauptsache Little Finni legt seinen Haufen in die Wiese und nicht in´s Wohnzimmer. 😉

Ja, die Prioritäten verschieben sich 😀 Eine superschicke Insta-Hundemama werde ich in diesem Leben wohl nicht mehr 😉 . Lifegoal verfehlt 😀


#2 Inspiration der Woche


Nein, nicht die stylishen #doglover auf Instagram waren mir in dieser Woche eine Inspiration, falls ihr das jetzt denkt. Die lösten höchstens eine Depression bei mir aus 😀 .

Was mich in dieser Woche inspirierte waren diverse Zitate von unterschiedlichen Menschen.

Einerseits brachte mich der Satz „Man muss zwischen bösen Taten und bösen Menschen unterscheiden“ von Strafverteidiger und Autor Ferdinand von Schirach zum Nachdenken und veranlasste mich sogar, einen eigenen Beitrag zum Thema „Das Böse in uns“ zu verfassen. Vielleicht hat der Rapper Alligatoah ja recht und die Menschen sind tatsächlich nicht böse, „die Menschen sind nur dumm.“?

Alligatoah ist mir ja ganz oft eine Inspiration mit seinen Texten und ich habe ihn bereits öfter zitiert und bestimmt auch nicht zum letzten Mal. Kürzlich hat er ein neues Album herausgebracht und aktuell veröffentlicht er jede Woche einen Song daraus. In „Wie Zuhause“ singt er „Den Trend zu hassen ist auch nur ein Trend“ und übt damit wie immer famose Kritik an unserer Gesellschaft, die verlernt hat, eine eigenständige Persönlichkeit zu entwickeln, sich ständig vergleicht und an Anderen orientiert.

Und zu guter letzt passend dazu ein Satz von der Kabarettistin Lisa Eckhart, die ich euch ja bereits in meinem allerersten #WoZu vorgestellt habe: „Heute werfen die Menschen mit Zitaten um sich wie verstörte Primaten mit Stuhl. Genau das ist es aber. Eine fremde Idee soll Nahrung sein. Man soll sie aufnehmen, verdauen, das Essentielle plagiieren und dann ausscheiden. Aber nur ein Geisteskranker nimmt sie nochmal in den Mund.“

Wie ihr seht, das Nachdenken übers eigenständige Denken hat mich inspiriert. Es hat mich dazu inspiriert, in mich zu gehen und herauszufinden, inwieweit ich in meinen Ansichten eigentlich von äußeren Umständen beeinflusst werde. Von kleinen Aussagen, die ich zwischendurch irgendwo aufschnappe. Die mich überhaupt erst dazu bringen, eine Meinung zu einem Thema zu entwickeln…

Aber genug von meinem „Brainfuck“ für heute 😀 vielleicht bringt euch ja das eine oder andere Zitat ebenfalls zum nachdenken 😉 Jedes von ihnen würde mir genug Stoff für einen eigenen Beitrag liefern und wer weiß, vielleicht schreibe ich ja irgendwann mal einen darüber.

Auch über Lisa Eckhart. Die Zitate hasst :D. Damit zähle ich mich offiziell zu jenen Primaten, die Zitate wiedergeben, um auch andere damit zu erreichen, die es ansonsten vielleicht niemals gehört oder gelesen hätten. Im besten Fall ist es für diese dann ein Denkanstoß und hilft ihnen, sich persönlich weiterzuentwickeln. 😉


#3 Liebling der Woche


Hin und wieder verschlägt es mich in diverse C4C Gruppen auf Facebook. Was man davon halten mag, sei jedem selbst überlassen, aber ich finde es vor Allem eine tolle Gelegenheit, auf neue Blogs zu stoßen!

So geschehen letzte Woche. Da entdeckte ich Wiebke blogt. Und ich wünschte ich hätte diese Seite gekannt, bevor ich selbst zu bloggen begonnen habe, denn dort findet man wirklich hilfreiche Tipps und Tricks zum Thema „eigener Blog.“

Doch nicht nur für Neulinge im Bloggeruniversum gibt es bei Wiebke blogt etwas zu entdecken, auch als alter Hase findet man reichlich Ratschläge und Informationen, die man vielleicht noch nicht kennt, oder gar im gewohnten Bloggeralltag vergessen hat.

Also, alle die sich für’s Bloggen interessieren, egal ob sie selbst einen in´s Leben rufen möchten, oder schon lange dabei sind: Schaut vorbei auf www.wiebkeblogt.de


Wo wir gerade beim Thema „auf neue Blogs stoßen“ sind, möchte ich euch wie immer auf meinen #socialsunday hinweisen, der jeden Sonntag auf meiner Facebook Seite stattfindet!

Dort könnt ihr eure Beiträge verlinken, welche ich dann kommentiere und in meiner Story auf Instagram vorstelle!

Und heute ist es wieder soweit, ich freue mich wenn ihr mit dabei seid! 🙂


Liebe Grüße und euch eine schöne Woche! Eure Kay.

26 Kommentare zu „#WoZu KW 32 – Die Kunst der Gleichgültigkeit

  1. Schön, zu lesen, dass ich nicht die einzige bin, die wahrscheinlich für jede Lebenslage ein Alligatoah-Zitat parat hat 😀 Ich mag einfach diese etwas flappsige, aber gleichzeitig doch irgendwie tiefsinnige Art, die aber nie belehrend wirkt und ich fiebere aktuell auch jedem neuen Lied entgegen.

    Einen schönen Sonntag wünsche ich dir 🙂

    1. Na dann willkommen im Alligatoah Fanclub 😀 Mir geht es genauso, seine Lieder treffen bei mir einfach immer den richtigen Nerv! Und ich liebe ja Sarkasmus, damit kann er natürlich ausreichend dienen😉

      Ich wünsche dir ebenfalls noch einen schönen Tag und bedanke mich für deinen Kommentar, liebe Anika! 🙂

  2. … und ich dachte das Wort „wurscht“ ist ein zutiefst sächsisches Wort für „egal“. Vielleicht wird ja der Bademantel DAS neue Must have in Sachen Mode und Du kreierst einen neuen Stil? 😉 über Deine Theorien zur Dummheit der Menschen muss ich erst mal nachdenken. Klingt aber einleuchtend.

    1. Das kann sein, ich kenne es eben nur aus unserer Gegend 😀
      Haha na das kann ich nur hoffen, denn der Bademantel wird wohl noch etwas länger mein täglicher Begleiter sein 😀
      Danke für deinen Kommentar meine Liebe! LG und noch einen schönen Sonntag!

  3. Huhu,
    tatsächlich sage ich auch oft hier in Bielefeld „Ist doch Wurscht“ haha … 😉 Ich glaube das ist so ein typischer Umgangsspruch das er einfach überall bekannt ist. Klingt ja auch irgendwie ein wenig witzig.
    Ich persönlich liebe Zitate in allen Formen!
    Lg
    Steffi

    1. Ja ich mag Zitate auch, wenngleich ich natürlich verstehen kann worauf Lisa Eckhart mit ihrem Spruch hinaus will 😀 Aber, mir ist des „wurscht“, ich zitiere immer wieder gerne😂

      Liebe Grüße!

  4. meine Liebe, ich liebe deinen #Brainfuck ja total! einfach mal frei Schnauze sagen, was einem in den Kopf kommt, wie der Berliner es nennen würde!

    ich ziehe meine Inspiration auch immer wieder aus meiner Umwelt – da gibt es sicher viele Zitate, aber die meistens vergisst man leider doch immer viel zu schnell leider!

    Gleichgültigkeit kann ich i.d.R. ja ganz gut, aber ich frage mich, ob das wirklich gesund ist – denn eigentlich sollte einem das Leben ja nicht egal sein 😉

    lass es dir gutgehen und liebste Grüße auch,
    ❤ Tina von liebewasist.com
    Liebe was ist auf Instagram

    1. Stimmt, liebe Tina, danke für den Input! Genau darüber habe ich mir auch bereits Gedanken gemacht, wieviel „egal sein“ ist okay und ab wann verliert man das Interesse an seiner Umwelt? Spannendes Thema…

      Danke für deine netten Worte, meine Liebe! Ich wünsche dir noch einen tollen Sonntag!

  5. Liebe Kay,
    Ich kann dich gut verstehen – die „Wurschtigkeit“ der Österreicher bzw. hauptsächlich der Wiener nervt mich zwar sehr (weil dieses Wort viele dafür verwenden sich über wichtige Dinge keine Gedanken machen zu müssen), aber dass sich die Wertigkeiten verschieben, kenne ich selbst. Je älter man wird, desto weniger kümmert man sich um Äußerlichkeiten … und das finde ich gut. Ach was habe ich mir früher nur Gedanken gemacht … über vollkommen unwichtige Dinge 😉 …
    Hab einen schönen Abend!
    lg
    Verena

    1. Stimmt. Es kommt natürlich immer darauf an in welcher Hinsicht einem alles egal ist, aber bei manchen Dingen sollte man wirklich aufhören, sich einen Kopf zu machen 🙂 Das steigert auf Dauer auch die Lebensqualität weil man sich keinen Stress mehr macht, wegen unnötigen Details.

      Liebe Grüße!

    1. Ja das würde mich freuen 🙂
      Ja stimmt, ein Welpe ist einem Baby manchmal gar nicht unähnlich, wenn ich meine Schwester und meine Nichte besuche, läuft das ziemlich ähnlich ab 😀 Chaos pur 😂

      Liebe Grüße!

    1. Vielen Dank für deine lieben Worte! 🙂
      Umso lieber lese ich die Rubrik „Hunde“ auf deinem Blog, dort gibt’s immer Wissenswertes zu lesen 🙂 Liebe Grüße!

  6. Hihi, ich musste jetzt lachen, da es mir im Moment ebenso ergeht mit unserem Welpen. Da ist es plötzlich egal, dass man ungeschminkt und mit den ältesten Klamotten unterwegs ist.
    Liebe Grüße
    Anja von Castlemaker.de

    1. Stimmt 😀 ich bin ohnehin nie übertrieben auf mein Äußeres bedacht, vielleicht fällt es mir deshalb auch leichter, dass mir alles wurscht ist 😀 Aber so ganz ohne Augenbrauen ist halt auch doof 😂

      Liebe Grüße!

  7. Ein schöner Rückblick. Das mit den Augenbrauen kenne ich übrigens auch. Ich hätte auch so 2 Striche. Kommen sie bei dir gar nicht mehr nach? Habe gelesen, dass das irgendwann so sein soll und direkt angefangen sie wachsen zu lassen. Das war einen Monat echt übel, aber seit her bin ich glückliche Besitzerin 2er Büsche über meinen Augen 🙂

    Liebste Grüße,
    Sarah

    http://www.vintage-diary.com

    1. Danke dir! Ne, ich habe fleißig gezupft und heute ist der Augenbrauenstift mein bester Freund 😂 zum Glück hast du deine damals wachsen lassen! Stehen dir ja auch super! 🙂 LG

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