#WoZu KW 22&23 – Niemals aufgeben und Neuem gegenüber immer aufgeschlossen sein!

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Sodala. Letztes Wochenende habe ich meinen #WoZu ausfallen lassen, weil es schlicht und einfach Wichtigeres zu tun gab… Nämlich Zeit mit Freunden zu verbringen 😉 Dafür gibt´s heute gleich die doppelte Dosis für Euch! 😀 Es ist so Einiges passiert in den letzten zwei Wochen und ich möchte euch meine Erkenntnisse, Inspirationen und Lieblinge aus dieser Zeit nicht länger vorenthalten 😉 Viel Spaß beim Lesen!

#1 Erkenntnis der Woche(n)

Niemals aufgeben!

An dieser Stelle möchte ich euch sagen, dass meine Erkenntnis diesmal ein Thema betrifft, das für mich sehr persönlich ist und mich mittlerweile jahrelang beschäftigt. Aber wie ihr gleich merken werdet, hat sich letztlich alles zum Guten gewendet und ein Happy End ist endlich in Sicht, daher finde ich es nun okay, öffentlich darüber zu schreiben. Wenn auch nicht mit Offenlegung aller Fakten bis in´s kleinste Detail 😉 Ich hoffe, ihr versteht das.

Seit Monaten macht mir die Krankenkasse das Leben schwer. Mir steht eine Zahn OP bevor, die nichts mit Eitelkeit zu tun hat, sondern bei der es sich schlichtweg um eine Notwendigkeit handelt, die mich schon mein ganzes Leben begleitet.

Leider ist besagte Notwendigkeit auch sehr kostenintensiv und daher wurde mir von meiner Ärztin geraten, einen Antrag auf teilweise Kostenübernahme zu stellen.

Nun, das klingt erstmal leichter gesagt als getan.

Wie sich herausstellte arbeitet auf der Krankenkasse in meiner Heimatstadt eine Person, die ganz offenbar dazu geboren wurde, anderen Menschen das Leben (unnötig) schwer zu machen.

Jedesmal hatte mich dieselbe, wie ein Pharao geschminkte, Dame durch ihre zentimeterdick mit Kajal bepinselten Augen, mit abschätzigem Blick angefunkelt und mir erklärt, dass ich mir eine Kostenübernahme für einen festsitzenden Zahnersatz gleich abschminken könnte. Diese käme höchstens bei einem herausnehmbaren Modell infrage.

Ja klar. Kann man von einer 29 Jährigen ja durchaus mal verlangen, dass sie für den Rest ihres Lebens ihre Zähne in einem Glas am Nachttisch aufbewahrt. Ist ja nicht so, als hätte man in diesem Alter noch so etwas wie ein Sexualleben, ne?!

Ganze drei Versuche hatte ich im letzten halben Jahr unternommen, jedesmal mit neuen Kostenvoranschlägen und Unterlagen bewaffnet, in der Hoffnung, dass sie mir endlich gewähren würde, mein Anliegen vorzubringen.

Gut. Ich hatte mich schließlich damit abgefunden, dass ich dort keine finanzielle Unterstüzung zu erwarten hatte und war bereit, die anfallenden Kosten selbst zu tragen. Doch meine Ärztin bestärkte mich weiterhin, nicht aufzugeben und riet mir dazu, einen rührseligen Brief direkt an den Hauptsitz der Krankenkassa zu senden, dann wären meine Chancen auf eine Kostenübernahme wesentlich höher.

Nun, jetzt versucht mal, mit tonnenweise Wut im Bauch einen rührseligen Brief zu formulieren! Kurz gesagt: Ich habe es nicht geschafft. Der Inhalt Meiner Briefe war auch nach drei Anläufen schlichtweg nichts Anderes als grantig (und teilweise  sogar recht ausfällig – wenn auch unbeabsichtigterweise).

Letztendlich entschloss ich mich, es noch ein letztes Mal zu wagen. Ich wollte mich dem garstigen Pharao noch einmal persönlich stellen und fasste den festen Entschluss mich diesmal nicht so leicht abwimmeln zu lassen.

Da ich an besagtem Tag jedoch aus dem Nachtdienst kam, brauchte ich dabei aber Unterstützung. Ich bin kein Mensch der nah am Wasser gebaut ist aber wenn ich mehr als 30 Stunden nicht geschlafen habe, neige ich dann doch dazu, leicht angerührt zu sein, wenn mir jemand blöd kommt. Und dass ich mir dort in aller Öffentlichkeit die Blöße gebe und losheule, wollte ich nicht riskieren.  Also schnappte ich mir eine Freundin, welche ich in mein Vorhaben einweihte und die ich auf die abgrundtiefe Bösartigkeit der teuflischen Empfangsdame vorbereitete (Manchmal benötigt es ein wenig Übertreibung, um die Dramatik zu verdeutlichen! 😉 ) Dementsprechend finster war der Blick, den meine Freundin aufsetzte, als wir uns in der Warteschlange vor dem Schalter bei der Krankenkassa einreihten. Wahrlich furchteinflössend wirkte sie neben mir und ich fühlte mich, als würde ich mit meinem persönlichen Bodyguard dort auflaufen (dazusagen muss man, dass sie mich doch um knapp zwei Köpfe überragt 😉 ). Ich hatte das Gefühl, in diesem Moment unbesiegbar zu sein. 😀

Gerade als ich vor meinem geistigen Auge Szenen eines, in die Arena einlaufenden, Boxers sah und jeden Moment den Klang des Gongs für die erste Runde erwartete… hörte ich ein leises „Bitte kommen sie weiter“ neben mir.

Am Schalter nebenan hatte sich eine ältere Dame platziert, (sie hatte übrigens ebenfalls tonnenweise Kajal um die Augen – vielleicht ist dieses Make-up ja auch Teil des Arbeitsoutfits?!) die mir freundlich zuwinkte. Ich brachte knapp und aufgrund der Erwartung einer erneuten Absage entsprechend verunsichert mein Anliegen vor… Aber die nette Kajal-Frau nahm mir den Zettel aus der Hand und sagte: „Alles klar, in 10 Tagen melden wir uns und geben Bescheid, wie viel wir von den Kosten übernehmen.“

Das war´s. Monatelanges Ärgern und Zittern, die ganze Verzweiflung und Angst… für Nichts. Einfach weggeblasen. In zwei Minuten.

Mein Fazit:  Es lohnt sich immer zu kämpfen, wenn man etwas wirklich möchte. In diesem Fall ist es vielleicht nur eine Kleinigkeit gewesen, aber es war eine wichtige Erfahrung für mich, um zu erkennen, dass man niemals niemals niemals aufgeben darf.

(Und schon gar nicht sollte man sich von irgendwelchen frustrierten Möchtegern – Pharaonen verunsichern lassen.)

Und manchmal, ja, da kommt es dann am Ende überhaupt nicht zum Kampf. Weil dann das Schicksal irgendwann doch ein wenig Mitgefühl zeigt, sich einmischt und einem die Weichen für einen einfacheren Weg stellt…

#2 Inspiration der Woche(n)

Meine größte Inspiration in den letzten beiden Wochen führte auch gleichzeitig zu meiner zweiten Erkenntnis: Man sollte immer aufgeschlossen bleiben, für Neues.

In der letzten Woche „musste“ ich, von der Arbeit aus, eine zweitägige Weiterbildung zum Thema Sexualität und Behinderung besuchen.

Spannende Thematik, aber ich gehöre definitiv nicht zu jenen Menschen, die sich in fremder Umgebung mit lauter unbekannten Leuten sofort wohl fühlt. Dass belangloser Smalltalk ebenfalls nicht zu meinen Lieblingsbeshäftigungen zählt, sillte daher klar sein.

Ich bin eher die stille Beobachterin, die sich erstmal ein Bild von den anwesenden Individuen und der Gesamtsituation macht, bevor sie langsam beginnt, aufzutauen.

Diesmal hatte ich mir vorgenommen, einfach mal das Beste daraus zu machen. Zwei bezahlte Arbeitstage mit Tapetenwechsel zu einer interessanten Thematik… So schlimm konnte es ja gar nicht werden.

Und schnell zeigte sich, dass wenn man mit einer positiven Einstellung an Herausforderungen herangeht, auch Positives dabei herauskommt. (An eben dieser Positivität habe ich ja vor einigen Monat sehr intensiv gearbeitet und wer möchte, kann meine Erfahrungen dazu hier nachlesen 🙂 ).

Und so verbrachte ich zwei wirklich bereichernde Tage, mit einem sehr kompetenten und sympathischen Kursleiter, sammelte neue Eindrücke und lernte total interessante Leute kennen.

Und ich erkannte: Manchmal kann eben auch Arbeit pure Qualitytime sein.

Ich fand es total inspirierend, zu erfahren, wie andere mit bestimmten Themen umgehen und mir wurden viele neue Blickwinkel auf bestimmte Problematiken eröffnet.

Mein persönlicher Mehrwert in diesen beiden Tagen lag aber vor Allem darin, dass man dazu motiviert wurde, sein eigenes Werteverständnis und seine Ansichten noch einmal zu reflektieren/überdenken. Ich habe mich auch selbst in dieser kurzen Zeit wieder ein Stück weiterentwickelt und das gesamte Thema hat mich auch zu einem neuen Beitrag motiviert, der nächste Woche erscheinen wird. Ihr dürft also gespannt sein. Er wird definitiv einige Gründe und Anregungen zum Nachdenken liefern 😉

#3 Lieblinge der Woche

Der #socialsunday auf der TwistheadCats Facebook Page, lädt ja jeden Sonntag dazu ein, dass BloggerInnen aller Kategorien ihre Beiträge posten dürfen, welche ich dann kommentiere und in meiner Story auf Instagram teile.

Das wirklich Tolle daran ist, dass ich dadurch immer wieder auf interessante Artikel und Blogs stoße, die ich sonst vielleicht niemals entdeckt hätte.

Und auch beim letzen #socialsunday waren wieder einige Blogs dabei, die mich total begeistert haben, und ein paar von ihnen möchte ich Euch hier gleich mal vorstellen! Los geht´s!

Sprinzeminze

Den Blog von Iris kannte ich bis letzte Woche noch nicht, was mich eigentlich total geärgert hat, denn ich finde ihn einfach klasse! Worüber sie schreibt? Das lasse ich sie am Besten selbst erklären! Hier ein kleiner Auszug von ihrem Blog:

„…Hier findest du Inspiration, Tipps und Tricks rund um das Thema Lifestyle, sowie leckere und vegane Rezepte die einfach und schnell zubereitet sind.

Auch an meiner Kreativität lasse ich dich in Form von einzigartigen DIYs teilhaben, die du ganz easy nachmachen kannst.“

Na, wenn das nicht einen Besuch auf www.sprinzeminze.com wert ist, weiß ich auch nicht 😀 Also klickt unbedingt mal rein!

Hier nochmal der Beitrag, durch welchen ich auf Iris aufmerksam wurde:

Sneaker DIY – VANS im Boho Style

Sinnessuche

Dass ich eine Vorliebe für Blogs habe, die keine spezifische Nische bedienen, wisst ihr ja bereits 😉

Auch bei Sinnessuche.de gibt´s jede Menge zu entdecken. Hier die Kategorien im Überblick:

  • Rezepte
  • Fashion&Outfits
  • Bücher
  • Beauty
  • DIY

Ich mag Lenas Art zu schreiben total gerne und finde, dass Sinnessuche ein Blog ist, der total viel Charme hat. Hier eine kleine Leseprobe für Euch aus der Rubrik „Outfits&Fashion“: Sporty Chic im Sommer

Sansanrebecca

Rebecca war mit ihren Beiträgen schon ganz oft Schuld daran, dass mir instant das Wasser im Mund zusammengelaufen ist! 😀

Mit ihren immer wieder tollen Rezepten und grandiosen DIY Ideen, zelebriert sie auf Sansanrebecca.at das Motto „Selbstgemacht ist doch am Besten“ und sorgt dafür, dass ich nicht umhin komme, regelmäßig auf ihrem Blog vorbeizuschauen und mich durch die vielen Tipps, Rezepte und Ideen zu wühlen 😀

Viel Inspiration und Genuss pur, erwarten euch hier!

Selbstverständlich gibt´s auch hier ein Beispiel als Beweis 😉 :

Blätterteig-Zupfkuchen

Nur als kleiner Tipp am Rande: Bitte bloß nicht hungrig Durchscrollen, das ist reine Folter 😀 (Ich spreche aus Erfahrung 😉 )

Sooo, meine Lieben. Das war´s auch schon wieder. Diesmal etwas persönlicher als sonst, aber ich hoffe dennoch unterhaltsam für euch 🙂

Ich wünsche euch ein wundervolles Wochenende und würde mich freuen, wenn ich ein paar von Euch morgen beim #socialsunday begrüßen darf 🙂 (P.S. Der ist übrigens auch für Nicht-BloggerInnen interessant, denn es gibt immer wieder total viele Inspirationen  zu entdecken und ich garantiere Euch, dass für Jede/n etwas Passendes dabei ist 😉 ).

Liebe Grüße, eure Kay.

 

Hier noch ein paar Beiträge aus meiner #letstalkaboutit – Reihe, die zum Thema aus meiner „Inspiration der Woche“ passen:

#letstalkaboutit Teil 4: Tabuthema Sexualität.

#letstalkaboutit Teil 3 – Was wir Alle von Menschen mit Behinderung lernen können!

#letstalkaboutit Teil 2: Was darf man heutzutage überhaupt noch sagen?

13 Kommentare zu „#WoZu KW 22&23 – Niemals aufgeben und Neuem gegenüber immer aufgeschlossen sein!

  1. Liebe Kay,
    von mir auch alles Gute zur Kostenübernahme und viel Erfolg für die OP!
    Dein Artikel ist wieder mal sehr schön, ein tolles Thema. Kann ich gerade gut gebrauchen, denn es ist so wichtig, an etwas (oder sich) zu glauben und nicht aufzugeben.
    Schönes Wochenende und bis morgen beim #socialdunday
    Tina

    1. Danke dir, Tina! Nach insgesamt über 10 Jahren hin und her bin ich froh, dass das ganze bald ein Ende hat 🙂
      Schön, dass dir mein #WoZu gefällt und du dir daraus etwas mitnehmen konntest 🙂
      Ich freue mich schon auf morgen und dass du mit dabei bist ❤️
      Dir noch einen schönen Samstag! Liebe Grüße!

  2. Gut gebrüllt Löwin! Nicht aufgeben und sich auch nicht rührselig geben, wenn man wütend ist, das ist wahre Größe. Auch wenn Deine Freundin Dich um zwei Köpfe überragt, warst Du es die wahrhaftig große Frau.
    Alles Liebe
    Annette

    1. Oh haha danke für die lieben Worte, Annette! ❤️ Aber ohne mentale Unterstützung hätte ich vermutlich nicht mal den erneuten Versuch gewagt 🙂 Liebe Grüße!

  3. Danke für deinen inspirierenden Beitrag! Der hat mir wieder ganz deutlich gezeigt, dass es sich lohnt zu kämpfen und man sich nicht zufrieden geben soll, bis man erreicht hat, was man möchte! Dankeschön1
    Lg Ina

  4. Freut mich für dich, dass die Kosten von der Krankenkasse übernommen wurden. Toll, dass du nicht aufgegeben hast. Auch den Tipp, für Neues aufgeschlossen zu sein, finde ich super.

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