Warum Gewohnheiten so wichtig für dein erstrebtes Leben sind

Gewohnheiten

(Dies ist ein Gastbeitrag von Das Blaue im Himmel)

Lisa hilft auf ihrem Blog Das Blaue im Himmel jungen Erwachsenen, ihre eigenen Träume und Ziele im Leben zu finden und strukturiert zu verwirklichen. In ihrer #12x12habits-Challenge etabliert sie über ein Jahr langfristig neue Gewohnheiten und in ihrem vierwöchigen E-Mail-Kurs hilft sie dir, die eigenen Ziele in einen konkreten Plan umzusetzen. Wichtig ist ihr, dass es für den Leser möglichst einfach und greifbar gehalten ist – mit System eben. Außerdem betreibt Lisa den Systematiker-Podcast, auf dem du lernst, wie du deine Richtung im Leben wiederfindest und mit Struktur deine ganz persönlichen Ziele und Visionen erreichst.

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Warum Gewohnheiten so wichtig für dein erstrebtes Leben sind

Wie oft benutzt du eigentlich den Snooze Button? Ein paar Mal die Woche? Jeden Tag?
Viermal hintereinander? Wie regelmäßig trinkst du Wasser, isst eine fettige Pizza, telefonierst mit deiner besten Freundin oder arbeitest deine Aufgaben des Tages wirklich konsequent ab? Wenn es dir geht wie den meisten Menschen, hast du einige schlechte Gewohnheiten, die du einfach nicht los wirst. Und auf der anderen Seite fehlen dir gute, die du so gerne in dein Leben integrieren würdest, es aber irgendwie einfach nicht schaffst.

Habits are formed through doing

Stell dir einen Dschungel vor, durch den du dir einen Weg bahnst. Du hast eine Machete dabei und schlägst dich durch den Wald. Es fällt dir unglaublich schwer, dich durchzukämpfen, doch schließlich bist du am Ziel.

Das nächste Mal, wenn du denselben Weg gehst, fällt es dir schon etwas leichter. Du kennst die Richtung und weißt, wo du lang laufen musst. Nach ein paar Tage entsteht ein richtiger kleiner Trampelpfad.

Nachdem du eine ganze Weile immer wieder denselben Weg gegangen bist, handelt es sich schon um einen richtig ausgetretenen Pfad und die Machete brauchst du nur noch sehr selten.

Immer wieder läufst du denselben Weg. Irgendwann nimmst du dein Rad, dann dein Auto. Du kommst immer schneller und einfacher voran und eines Tages entsteht dort, wo du dich einst das erste Mal mit der Machete durch den Dschungel geschlagen hast, eine Autobahn.

Wie wirken sich Gewohnheiten auf dein Leben aus?

Ungefähr 43 Prozent unseres täglichen Verhaltens wird nur durch Gewohnheiten bestimmt. Das kann das sofortige Aufräumen, das morgendliche Joggen und die täglichen positiven Affirmationen sein. Aber genauso der regelmäßige Kaffee vom Bäcker, der Fernseher am Abend oder das Surfen durch Instagram bis spät in die Nacht.

Forscher haben herausgefunden, dass die Gehirnaktivität beim Ausüben einer Gewohnheit fast auf Null zurück geht. Du kennst das bestimmt vom Ausparken, Zähne putzen oder Schuhe binden. Hier läuft alles auf Autopilot. Du bist dir nicht bewusst, dass du handelst, geschweige denn, was genau du gerade machst.

Darin liegt nun eine riesige Chance, aber auch die Gewahr an der Sache. Denn einerseits
brauchen wir nahezu keine Willenskraft, um gute Gewohnheiten auszuüben. Wenn also der Gang ins Fitnessstudio erst mal zur Gewohnheit geworden ist, fällt er uns gar nicht mehr so schwer, wie das noch zu Anfang der Fall war.

Andererseits denken wir über schlechte Gewohnheiten erst gar nicht nach. Man hat sich so angewöhnt, abends noch ein, zwei Stück Schokolade zu essen, dass man es gar nicht mehr bemerkt. Erst im Nachhinein packt uns oft das schlechte Gewissen, was unseren Frust noch verstärkt. Und da wir nicht mit vollem Bewusstsein dabei waren, konnten wir die Schoki noch nicht mal wirklich genießen.

Nur dieses eine Mal…

Viele Menschen unterliegen dem Irrglauben, dass es ja nicht schade, wenn man nur dieses eine Mal der Versuchung nachgeht. Das stimmt zwar grundsätzlich, aber nur insoweit, als du dir in dieser Situation vollkommen bewusst bist, was du machst und, dass du dir gerade etwas gönnst.

Sobald so ein „Sich-Gönnen“ jedoch zur regelmäßigen Angewohnheit wird, denkst du eben gerade nicht mehr bewusst darüber nach. Du integrierst die Tätigkeit dann automatisch in deinen Alltag und verstärkst sie dadurch immer und immer mehr. Schließlich läufst du nur noch auf Autopilot.

Und genau das solltest du bei schlechten Gewohnheiten verhindern. Denn vieles im Leben entwickelt sich langsam. Wenn du von heute auf Morgen 10.000 € Schulden hättest, würde dich das unglaublich belasten. Doch so ein Berg an Schulden entsteht nur selten von einem auf den anderen Tag. Er setzt sich aus 3 Euro für das Brötchen beim Bäcker, 11 Euro für das Netflix-Abo und 50 Euro für das Paar Schuhe zusammen.

Ähnlich ginge es dir, wenn du morgen auf einmal 20 Kilo mehr wiegen würdest. Wenn du allerdings den einen Monat ein Kilo zunimmst und einen anderen noch eins, dann siehst du das Ganze vermutlich wenig dramatisch.

Wir Menschen neigen dazu, solch kleine Veränderungen nicht ernst zu nehmen. Doch alles im Leben addiert sich auf. Die größte Gefahr liegt also in der Annahme „Ein bisschen von etwas Schlechtem schadet ja nicht.“

Stattdessen solltest du dich immer fragen, welche Richtung du gerade eingeschlagen hast. Läufst du durch dein tägliches Handeln genau dort hin, wo du eigentlich hin willst? Oder weichst du „nur das eine Mal“ von deinem Weg ab? Denk immer an den Langzeitvergleich. Wo stehst du, wenn du 10 Jahre lang genau das machst, was du gerade machen wolltest? Wo, wenn du es nicht tust?

Was viele Menschen missverstehen: Es sind nicht die großen, einmaligen Ereignisse, die ihr Leben bestimmen. Es sind vielmehr die ganz kleinen, die dafür aber immer und immer wieder ausgeführt werden. Oder, um mit einem wunderbaren Zitat abzuschließen:

Accomplishments don’t change your life. Habits do.

 

 

Quelle Beitragsbild: pixabay.com

4 Kommentare zu „Warum Gewohnheiten so wichtig für dein erstrebtes Leben sind

  1. Hallo Lisa Und Kay,
    danke für den tollen Beitrag! Ich verfolge Lisas Podcast sehr gern und finde ihn toll. Das mit den Gewohnheiten in 10 Jahren klingt schon gruselig, aber es ist ja so. Noch gruseliger wird es, wenn die Gewohnheit mit Suchtmitteln verbunden ist. Ich habe letzten November aufgehört zu rauchen und gestern zwei Raucherinnen kurz beneidet und gedacht, ach, wenn es doch nicht so ungesund wäre. Bis mir dann wieder einfiel, dass sie sich ja eigentlich weiße, glühende Stäbchen in den Mund stecken und was ist daran toll? Kein Nichtraucher kann das nachvollziehen.
    Und beim Rauchen sind die Folgen wirklich gruselig.
    Liebe Grüße
    Tina

    1. Danke für deinen Kommentar, Tina. Rauchen ist leider eine dieser garstigen Angewohnheiten, die man so schnell nicht mehr los wird :/ aber toll, dass du es geschafft hast, Respekt 🙂 Liebe Grüße!

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