#WoZu KW 21 – Der Stress beginnt im Kopf.

#WoZu KW 21 TwistheadCats Blog Der Stress beginnt im Kopf

Wieder ist eine Woche vergangen und es ist Zeit für einen neuen #WoZu. Diesmal erzähle ich euch, weshalb wir uns den größten Stress selbst machen und wie mich ein ehemaliger Workaholic inspirieren konnte…

#1 Erkenntnis der Woche

Diese Woche war wieder ein gutes Beispiel dafür, dass Stress meistens im Kopf beginnt.

Gestern habe ich mich gefühlt, als hätte mich ein Lastwagen überfahren. Kennt ihr das auch, wenn ihr über einen längeren Zeitraum unter Strom steht und dann mal einen „day off“ habt, an dem ihr euch aber leider alles Andere als erholt fühlt? An dem ihr einfach nur schlapp, müde und fix und fertig seid?

Nun, ich merke dann immer, dass ich es wohl übertrieben habe und mir zu wenige Pausen zwischendurch gegönnt habe, denn mein Körper fährt dann regelrecht „herunter“ und Nichts geht mehr.

Ich muss dazusagen, dass es keine schlechte Woche war, aber ich habe sie mir neben Arbeit ziemlich voll gepackt mit Terminen. Diesmal war ich schlau genug, mir zwischendurch kleine Auszeiten zu gönnen, aber auch diese waren stets Unternehmungen mit Freunden. Ein wunderschöner Ausflug zum Bootfahren am Neusiedlersee, oder ein witziger Spieleabend… Beides waren Aktivitäten, wo ich mal meine Verpflichtungen vergessen und einfach nur Spaß haben konnte.

Dennoch hatte ich danach immer das Gefühl, Aufgaben, die zu erledigen wären, aufgeschoben zu haben und damit kann ich ja sehr schlecht umgehen, denn das erzeugt tatsächlich Stress (vor Allem in meinem Kopf). Ich tue mir schwer damit, Dinge nicht sofort zu erledigen.

Am Ende der Woche nahm ich mir dann die Zeit, zu sammeln, was auf meiner To-Do- Liste noch abzuarbeiten war.

Und ich erkannte plötzlich: Ich war völlig umsonst gestresst, denn eigentlich waren es Sachen, die überhaupt keine Dringlichkeit hatten, oder die ich mir selbst vorgenommen hatte, welche jedoch nicht verpflichtend waren. Aber in meinem Hinterkopf war ständig abgespeichert: „Es ist noch sooo viel zu tun!“

Und genau das meinte ich eingangs mit dem Satz: Der Stress beginnt im Kopf!

Daher gewöhne ich mir zukünfitg an, darauf zu achten, dass ich in einer ruhigen Minute zwischendurch öfter mal ein Resümee ziehe, dann komme ich vielleicht früher drauf, dass alles halb so wild ist 😀

Kennt ihr das auch? Dass ihr euch einen Kopf über Dinge macht, wo sich im nachhinein herausstellt, dass es völlig unnötig war? Wie beugt ihr solchen Situationen vor?

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Ohne Überschminken der Augenringe ging diese Woche gar nichts mehr 😉

#2 Inspiration der Woche

In meinem Job ist es vorgeschrieben, alle zwei Jahre einen Erste Hilfe Auffrischungskurs zu besuchen. Und diese Woche war es soweit. Ihr könnt euch bestimmt vorstellen, dass  sich, angesichts meines selbst verursachten Stresses im Kopf, meine Begeisterung darüber in Grenzen hielt…

Aber manchmal kommt es anders als man denkt. Der Vortragende des theoretischen Teils war ein Herr um die fünfzig, der bereits anfangs erwähnte, dass er nicht mehr aktiv im Rettungsdienst tätig war und diese Schulungen nur noch freiwillig als kleinen Zuverdienst machte.

Als das Thema Herzinfarkt auf den Tisch kam, folgte eine kleine Anekdote aus seinem Leben und für mich ein inspirierender Moment.

Er erklärte, dass er eine Führungsposition in seinem Job inne hatte und reichlich Geld verdiente, als er sich dazu entschloss, einfach zu kündigen. Man versuchte ihn mit verlockenden Angeboten in der Firma zu halten, er jedoch lehnte ab.

Der Grund? Er hatte erkannt, dass Arbeit der Hauptbestandteil seines Lebens war und diese, dadurch dass sie körperlich und geistig sehr fordernd war, ihn selbst ebenfalls sehr belastete… physisch und psychisch. Er hatte in seiner Laufbahn unendlich viele Fälle von, durch Stress verursachten, Herzinfarkten gesehen und irgendwann damit begonnen, sein eigenes Leben bewusst zu reflektieren. Und da erkannte er, dass er es kein bisschen besser machte, als seine Patienten. Auch er setzte sich tagtäglich Situationen aus, die ihm auf Dauer nicht gut taten. Er arbeitete 100 Stunden in der Woche, pflegte aufgrund des Zeitmangels einen eher ungesunden Lebensstil (Junkfood zum Mittagessen schnell mal zwischendurch, wenig Schlaf …). Dieser war für ihn zur Gewohnheit geworden und er merkte überhaupt nicht, in welch gesundheitsgefährdendem Hamsterrad er gefangen war. 

Das Fazit dieser Geschichte:

Sein Appell an uns war, dass wir uns klar machen sollten, dass wir selbst für die Gestaltung unseres Lebens verantwortlich waren und es IMMER Alternativen zu dem Leben gibt, welches wir aktuell führen. Wenn wir merken, dass wir unglücklich sind, oder unser Job uns krank macht, sollten wir den Mut haben, etwas zu verändern. Um unserer Selbst willen. 

Er hat genau das getan. Er hat auf Geld und Ruhm verzichtet und sich für seine Gesundheit und seine Familie entschieden. Nun macht er viele kleinere Jobs, in denen er zeitlich flexibel ist, die er gerne macht und neben denen er noch genug Zeit für Qualitytime hat.

Auch wenn mir das Alles vorher schon bewusst war (oft genug schreibe ich davon), finde ich es immer wieder total interessant und inspirierend es noch einmal von Menschen zu hören, die den Absprung geschafft haben. Die sich FÜR ihr Leben und gegen die selbst auferlegten Verpflichtungen entschieden haben, die einen krank machen.

Und er hatte recht, wenn er sagte: „Was bringt mir mein Geld und mein Ruhm, wenn ich morgen vor lauter Stress in´s Gras beisse? Dann habe ich von alledem nichts mehr.“ 

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#3 Lieblinge der Woche

In dieser Woche hatte ich wenig Lust, mich neben meinen Verpflichtungen auch noch mit ernsten Themen auseinanderzusetzen. Ja, diese sind wichtig und man sollte sich auch mit den Schattenseiten des Lebens beschäftigen, aber hey, manchmal braucht man einfach etwas zum Lachen 😀

Heute möchte ich euch zwei Blogs vorstellen, die beides vereinen 🙂 Humor und Gesellschaftskritik. Ich lese beide gerne und möchte sie an dieser Stelle auch Euch empfehlen, falls ihr mal einen schlechten Tag habt und etwas Aufheiterung braucht 😉

Die mit dem roten Lippenstift

Ich kann mir vorstellen, dass Die mit dem roten Lippenstift die Gemüter mit ihren Texten vielleicht hin und wieder ein wenig spaltet. Aber was soll ich sagen, ich finde sie super 😉

Julie baut ihren Blog aufgrund der DSGVO aktuell ein wenig um, aber bald wird ihre Seite www.diemitdemrotenlippenstift.com wieder erreichbar sein. Bis dahin möchte ich euch einfach mal ihre Facebook Seite empfehlen 🙂 Also merkt euch diesen Blog und lest bei nächster Gelegenheit unbedingt mal rein 🙂 Ich werde euch auch einen Beitrag von ihr hier verlinken, sobald der Blog wieder online ist 🙂 Also: Stay tuned 😉

Seppolog

Rabenschwarzer Humor, gepaart mit intelligenten Texten, das ist es, was euch bei Seppolog erwartet. Ich bin auf seinem Blog bisher NOCH NIE auf einen Beitrag gestoßen, der mir nicht gefallen hat. Wer Seppolog noch nicht kennt, hier zwei Beispiele seiner Artikel zum reinlesen für Euch:

Ich hoffe ihr hattet eine schöne Woche! Morgen gibt´s wie immer den #socialsunday auf meiner TwistheadCats Facebook Seite , wo ihr eure Beiträge teilen könnt, welche ich anschließend gerne kommentiere und in meiner Instagram Story teile 🙂 Ich freue mich, wenn ich euch dort morgen wiedersehe 🙂

Liebe Grüße, eure Kay.

 

Meine letzten #WoZu´s im Rückblick: 

Ihr wollt mehr erfahren über den TwistheadCats Blog? Dann klickt hier!

Wenn euch gefällt, was ihr lest, würde ich mich freuen, wenn ihr meine Beiträge auf euren Social Media Kanälen teilen würdet, damit auch Andere darauf aufmerksam werden <3 Danke Euch!

 

8 Kommentare zu „#WoZu KW 21 – Der Stress beginnt im Kopf.

  1. Liebe Kay,

    du sprichst mir mit deinem wunderbaren Artikel gerade so aus dem Herzen. Ich habe mir die letzten Tage jede Menge Stress gemacht, bin von einem Termin zum nächsten gehetzt, war nur genervt und habe mir kaum Ruhe gegönnt. Rückblickend gesehen war alles viel weniger schlimm – doch mein Gedankenkarussell hat Extrarunden gedreht. Wie ich wieder raus gekommen bin? Ich habe wieder angefangen zu joggen, Yoga zu machen & täglich 20 Minuten zu meditieren. Kaum zu glauben, doch all das hatte ich einfach komplett vernachlässigt und bin stattdessen lieber Karussell gefahren ;-). Mein Learning: Wenn ich anfange mir selbst Stress zu machen, tief durchatmen und genau die Dinge tun, für die ich denke, jetzt gerade überhaupt keine Zeit zu haben.

    Danke für deine inspirierenden Gedanken, liebe Grüsse aus Zürich,
    Tanja

    1. Auch dein Kommentar ist sehr inspirierend, liebe Tanja und ich unterstreiche alles was du sagst sofort! Mir ist es ebenso gegangen! Liebe Grüße und ein erholsames Wochenende meine Liebe! 🙂

  2. Liebe Kay,
    DSGVO … Und danach hatte ich am Freitag auch einen Hänger. Dann war da noch am Dienstag so ein Treffen mit einem Auftraggeber, und es klang alles toll, bis er mir am Ende des Gespräches, wo es vorher schon um einen baldigen Vertragsabschluss und die Höhe des Budgets ging, sagte, dass ich den Auftrag noch gar nicht hätte und noch jemand anderses in Frage käme. Dann kam zwei Tage später ein Anruf, dass sie sich doch für eine entschieden haben, mit der sie öfter zusammen arbeiten, sie hatten nicht gewusst, dass sie das auch kann. Also sogar noch eine dritte Option, wie ich das verstanden habe, war die andere Illustratorin auch umsonst da. Deswegen hatte ich auch Zeit verloren, umsonst Hoffnungen gehegt und fühlte mich hinterher total verarscht. Vor Aufregung hatte ich dann auch noch tagelang unruhig geschlafen. Und bin Freitag andauernd eingenickt, wenn eine ruhigere Arbeit zu tun war. Zum Glück hatte ich mir den Tag nicht freigenommen, aber viel geschafft habe ich auch nicht. Aber die DSGVO ist rechtzeitig fertig geworden, das ist doch was. Das Wochenende ist jetzt frei und heut wird gelesen, bis mir die Augen ausfallen. Und zwischendurch spaziert 😀
    Noch einen schönen Sonntag, bis gleich beim Social Sunday
    Tina

    1. Ui da hast du dir auch ein entspanntes Wochenende verdient! Tut mir leid für dich, dass der Termin so doof gelaufen ist :/ Freut mich, dass du wieder mit dabei bist! Bin schon gespannt auf deinen Beitrag, komme leider erst abends dazu alle zu lesen… Aber Vorfreude ist doch auch die schönste Freude 😉 Liebe Grüße!

  3. Liebe Kay
    was für eine wunderbar inspririerende Begegnung hast Du da gehabt! Wenn Menschen das leben was sie wichtig finden, hat das eine ganz besondere Ausstrahlung, finde ich!
    Schönes Wochenende!
    Inge

  4. Liebe Kay,
    ja Stress beginnt im Kopf! Aber Du darfst Deinem Körper dankbar sein, denn er arbeitet super mit Dir zusammen. Wenn Du ihn brauchst bringt er Höchstleistungen für Dich. Wenn Du Dir dann endlich eine „Auszeit“ gönnst, nimmt er das als Signal, dass er regenerieren darf und fährt herunter. Das ist gut so! Wenn er länger als ein paar Stunden benötigt, hast Du ihn schlichtweg überfordert. Deine kleinen Auszeiten mit Freunden waren für Dein Ego „Ich gönn mir was Schönes“ gut, nicht aber für Deinen Körper. Freude, stresst genauso wie Kummer oder Arbeit. Lass es Dir gut gehen und sorge gut für Dich und Deinen Körper!
    Alles Liebe
    Annette

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