#letstalkaboutit Teil 4: Tabuthema Sexualität.

Tabuthema Sexualität

“Sexualität soll heutzutage noch ein Tabuthema sein? So ein Unsinn. Wir sind doch eh so tolerant!”

Das werden jetzt bestimmt Viele erstmal denken, wenn sie den Titel dieses Beitrags lesen.

Stimmt, wir tolerieren sie Alle. Die Hetero-, Homo-, Metro-, Transsexuellen…. Aber wie kommt es dann, dass ich immer wieder Sätze höre wie:

“Er kann ja ruhig schwul sein, aber er soll mich damit bitte in Ruhe lassen!”

Als würde hinter jeder finsteren Ecke ein Homosexueller lauern, der nur darauf wartet uns unvorbereitet von hinten zu besteigen…

So ein Schwachsinn.

Meiner Ansicht gibt es auch 2018 noch sehr viele Tabus hinsichtlich Sexualität.

Ein Beispiel:

Gerade im Sport ist Homosexualität nach wie vor ein großes Tabu. Warum outen sich denn nach wie vor so viele Fußballer erst NACH ihrer Karriere als schwul?

Weil sie Angst vor Diskriminierung haben. Davor, dass sie von ihren Teamkollegen und Fans persönlich angegriffen werden.

Wo die Toleranz ihre Grenzen hat…

Natürlich ist das mit der Toleranz so eine Sache. Ich habe in diesem Monat, im Zuge meiner #letstalkaboutit Reihe, oft darüber geschrieben, wie beispielsweise hier: #letstalkaboutit Teil 2: Was darf man heutzutage überhaupt noch sagen?

Und das Fazit lautete meistens und ebenso auch hier: Nein, man muss nicht jeden Menschen mögen!

Aber wenn mir jemand zuwider ist, dann doch bitte aufgrund von Charaktereigenschaften und nicht wegen seiner sexuellen (oder religiösen, wenn wir schon dabei sind) Orientierung!

Aber weiter im Text.

Wie bereits erwähnt, gibt es noch viele weitere Tabus in unserer Gesellschaft bezüglich Sexualität.

Ich denke hier beispielsweise an “Sex im Alter”. Kürzlich habe ich in einem Magazin den Leserbrief einer 70 jährigen Dame gelesen, welche die Frage stellte, ob sie sich eigentlich dafür schämen müsste, in ihrem Alter noch sexuelle Bedürfnisse zu haben.

Mein erster Gedanke dazu lautete:

Verdammt nochmal Nein!

Nur weil es uns vor dem Gedanken gruselt, dass es auch bei Oma und Opa in der Kiste hin und wieder noch rumpelt, heißt das nicht, dass sexuelle Begierde ab einem gewissen Alter nicht mehr existiert.

Und Eines kann ich euch garantieren: Wir alle werden irgendwann alt! Und dann werden auch wir von dieser Tabuisierung betroffen sein und mit niemandem über unsere Bedürfnisse sprechen können. Das ist doch tragisch, findet ihr nicht?

Anstatt, dass überlegt wird, welche Hilfsmittel man älteren Personen für das Ausleben ihrer Sexualität zur Verfügung stellen könnten, sprechen wir einfach mal nicht darüber und lassen sie mit ihren Schamgefühlen oder mit der daraus resultierenden Frustration alleine.

Auch Menschen mit Behinderung wird in der Regel jegliche Sexualität abgesprochen. Das liegt zumeist auch daran, dass sie in den Augen der Eltern aufgrund ihrer besonderen Bedürfnisse “ewige Kinder” bleiben. Dass der 16 Jährige Trisomie 21 Junge plötzlich ein Interesse am eigenen Körper oder am anderen Geschlecht entwickelt, kommt einfach mal überhaupt nicht infrage.

Ich erlebe tagtäglich mit welcher Frustration diese Menschen zu kämpfen haben, wenn ihnen die Möglichkeit verwehrt wird, ihre sexuellen Bedürfnisse auszuleben. Viele von ihnen wissen auch selbst nicht, wie sie mit diesen Gefühlen umgehen sollen, oder wie das Ganze “mechanisch” überhaupt abläuft. Sie haben ja eher selten Zugang zu Pornofilmen, beziehungsweise wurden gar in der Schule oder von mir aus auch von Dr. Sommer aufgeklärt.

Auch hier herrscht ein großer Mangel an sexualpädagogischen Angeboten. Natürlich gibt es erste Ansätze, wie man Menschen mit Behinderung dabei unterstützen kann, ihre Sexualität ausleben zu können, doch ehrlich gesagt sorgen diese sowohl beim Betreuungspersonal, als auch bei den Betroffenen selbst meistens eher für Stirnrunzeln.

Was also können wir tun, damit Sexualität kein Tabuthema mehr ist?

Im Grunde gibt es hier nur eine Antwort, die mir einfällt: Nicht besonders viel.

Sexualität ist einfach ein sehr persönliches und auch heikles Thema in unserer Gesellschaft. Sie ist mit Gefühlen der Scham verbunden, deren Grenze natürlich in der heutigen Zeit vor Allem durch die zunehmende Sexualisierung in den Medien stark gesunken ist, privat jedoch möchte man sich nach wie vor eher ungern damit auseinandersetzten oder gar darüber sprechen.

Auch ich selbst zähle zu der Gattung “Bikiniträgerin” in der Sauna und entwickle nahezu schlangenmenschenähnliche Techniken in der Gemeinschaftsumkleide im Fitnesstudio, um gewisse Körperteile nicht vor Fremden entblößen zu müssen.

Dennoch (und das ist der eigentliche Punkt) AKZEPTIERE ich Andere, die kein Problem damit haben, ihre nackten Körper der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Nur weil ich selbst in manchen Dingen gehemmt bin, kann ich es sehr wohl annehmen, dass Andere eine geringere Schamgrenze haben.

Und genau hier fängt für mich die Toleranz an.

(Bitte, ich möchte an dieser Stelle unbedingt anmerken, dass hier alle krankhaften sexuellen Tendenzen, wie Nekrophilie, Sodomie, Vergewaltigungsfantasien etc. ausgenommen sind, sowie jegliche sexuelle Handlungen, welche nicht im beiderseitigen Einverständnis der Beteiligten passieren!)

Aber wir müssen damit aufhören, Menschen aufgrund ihrer Sexualität zu beurteilen oder gar abzuwerten.

Wir müssen damit anfangen, Andere anzunehmen, wie sie sind. Nur weil wir persönliche Tabus haben, müssen wir diese nicht auch allen Anderen auferlegen!

Und das ist der Weg von dem wir abgekommen sind. Eine scheinheilige Toleranz ist eben keine echte.

Es sollte keine Diskussionen mehr geben müssen, ob Homosexuelle den Bund der Ehe eingehen oder Kinder adoptieren dürfen.

Bei Zweiterem bin ich sogar überzeugt, dass so manches Kind in einem zerrütteten „Hetero-Elternhaus“ mehr “Folgeschäden” davontragen kann als eines , das in einem glücklichen Haushalt mit zwei gleichgeschlechtlichen Elternteilen aufwächst.

Stimmt ihr mir zu?

Monogamie ist „out“.

Immer Öfter begegne ich auch Paaren, die überhaupt nichts von einer konservativen Eheführung oder Partnerschaft halten. “Offene Beziehung” ist oftmals das Zauberwort der heutigen Zeit. Monogamie scheint out zu sein. Viele leben in der Überzeugung, dass der Mensch nicht dafür geschaffen ist, sein Leben mit nur einem Partner zu verbringen.

Ich finde diesen Gedanken natürlich persönlich ziemlich schade, denn der Großteil der Menschen hat die Hoffnung, im Leben „die eine große Liebe“ zu finden. Dieses Bedürfnis ist einfach tief in uns verankert. Ob das evolutionsbedingt so ist, oder aufgrund unserer Erziehung, bleibt hier die Frage.

Nichts desto trotz bin ich der Meinung, dass wenn zwei Menschen sich gefunden haben, die beide eine monogame Lebensgemeinschaft ablehnen, ist es doch okay, wenn sie sich für diese Art der Beziehung entscheiden.

Solange keiner der Beiden, oder ein Dritter, dabei verletzt wird, sei es ihnen selbst überlassen. Auch diese Leute sollten keinen Diskussionen oder Vorwürfen aus der Gesellschaft ausgesetzt sein müssen.

Mein Fazit:

Ihr seht also, meine lieben LeserInnen, es gibt so einige Grauzonen in der Sexualität die nach wie vor tabuisiert werden. Seien es ganz alltägliche, bereits hundertmal thematisierte , Bereiche wie Homosexualität, oder jene “die uns (noch nicht) unmittelbar betreffen”, wie „Sex im Alter“.

In beiden Fällen dürfen wir die Augen nicht davor verschließen und wenn jemand aufgrund seiner sexuellen Tendenzen diskriminiert wird, ist es an uns Allen, diese zu unterbinden!

Gerade in der Liebe gibt es kein “richtig” und kein “falsch” und ebensowenig in der Sexualität. Auch wenn wir nicht Alle gleich sind, sind wir Alle richtig.

Und eben dies sollte uns heute, im Jahr 2018 endlich bewusst sein .

Liebe Grüße, eure Kay.

Dies war nur ein kleiner Auszug an Tabus die es in diesem Themenbereich gibt. Habt ihr Erfahrungen gemacht, in denen Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung diskriminiert wurden? Wie offen steht ihr dieser Thematik im Allgemeinen gegenüber? Lasst mir eure Meinungen doch einfach in den Kommentaren da! Let´s talk about it!

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37 Kommentare zu „#letstalkaboutit Teil 4: Tabuthema Sexualität.

  1. Ich finde jeder sollte die Person lieben dürfen, die er liebt (abgesehen von den krankhaften Sachen á la Nekrophilie & Co.). Ganz ehrlich, ich verliebe mich doch nicht in die Geschlechtsteile, sondern in den Menschen.
    Ganz schlimm finde ich auch die Menschen (meistens Männer), die „Gay-Sex“ ganz schlimm finden, aber kein Problem damit haben, es ihrer Freundin von hinten zu machen. Wo ist denn da der Unterschied? Diese Doppelmoral ist widerlich.
    Nicht jeder muss alles gut finden, aber Akzeptanz find ich mega wichtig. Soll doch die Oma den Opa beglücken, sollen doch körperlich beeinträchtige Menschen auch ihren Spaß haben, Mann mit Mann, Mann mit Frau, Frau mit Frau oder in größerer Konstellation. Solange das alles im Einverständnis aller teilnehmenden Parteien ist, sehe ich da kein Problem.

    Ein sehr guter Beitrag, liebe Kay! Alle sagen immer, sie seien tolerant.
    Aber wenn es dann um irgendwelche speziellen Angelegenheiten geht, dann kommt wieder „Ich bin doch kein/nicht xy, ABER…“

    Liebe aus Singapur <3

  2. Same to you… bin ich voll bei Dir!!!
    Danke dafür…

    Welche Aussage die ich schon öfter gehört habe für mich absolut nicht zutrifft und mir irgendwie auch nicht begreiflich ist, ist „ich verliebe mich in den Menschen,nicht ins Geschlecht“…

    Finde ICH persönlich ne schwierige Aussage!

    1. Das freut mich 🙂

      Naja ich selbst kenne auch Menschen die zb hetero sind aber dennoch eine lesbische Beziehung zwischendurch hatten von dem her kann eine solche Aussage durchaus zutreffen… Aber ich weiß was du meinst…

      Liebe Grüße!

  3. Aber dann waren sie doch auch neugierig auf das andere Geschlecht?!
    Klar, sie fanden die Person interessant, aber bestimmt ein Aspekt war auch,dass es eine FRAU war und eben KEIN Mann…

    Danke… 🙂

  4. Also ich habe für mich persönlich das Gefühl, dass man mit dem Alter immer offener wird und auch lockerer drüber sprechen kann.
    In der Gesellschaft bemerke ich aber – und das vor allem bei jungen Menschen – eine Art “neue Prüderie“. Sexualität ist anscheinend wieder pfui, Nacktheit auch und es wird generell wieder zum absolut privaten Heiligtum erklärt, anstatt drüber sprechen zu können. Ich hoffe wieder auf eine baldige 68er Love-Revolution, um Sexualität wieder zu dem zu machen, was sie ist: normal und menschlich.

    Ein großes Problem in der Jugendarbeit ist übrigens auch das Thema Pornos: klar, alle schauen sie, aber kaum jemand sagt den Teenies, dass Sex eben nicht so abläuft. Die haben mit ihren jungen Jahren schon so einen Stress und Leistungsdruck, weil sie sich mit Pornodarstellern messen.

    Lg Barbara

    1. Ja das stimmt schon irgendwie, da hast du Recht. Ich habe das Gefühl, dass es nur noch Extreme gibt aber einfach keine „Normalität“. Alles was wir tun und sagen steht in ständigem Widerspruch, ich persönlich finde das sehr irritierend, wie soll man da seine Persönlichkeit entfalten können?

      Ich hoffe auch, dass wir irgendwann wieder an den Punkt kommen, Sexualität als normal und menschlich anzunehmen.

      Denn das ist auch der Grund für die von dir genannte verzerrte Vorstellung unserer Jugendlichen zum Thema Sex.
      Wenn niemand darüber spricht, informiert man sich eben im Internet. Woher soll man denn wissen, wie es tatsächlich abläuft, wenn alle dieses Thema tabuisieren?

      Tragisch und vor allem unnötig, finde ich.

      Danke für den Kommentar und dass du deine Ansicht mit uns geteilt hast, Barbara!

      Liebe Grüße!

  5. Liebe Kay,
    ich finde, du hast hier einige fabelhafte Gedanken niedergeschrieben. Allein, dass du das Thema Sexualität für dich nicht zum Tabuthema machst, zumindest nicht auf deinem Blog, ehrt dich. Vielen Dank.
    Denke ich daran, dass ich bei solchen Themen wohl auch oft innerlich gehemmt reagiere, frage ich mich häufig, wie es Anderen geht – warum es einigen Menschen einfacher fällt, darüber zu sprechen oder, wie du hier auch ähnlich geschrieben hast, sich einfach im Fitnesstudio oder Schwimmbädern umzuziehen, ohne, dass sie „darum ein Drama machen“. Dabei muss ich hinzufügen, dass es allerdings gerade bei solchen intimen Themen immer darauf ankommt, mit welchen Menschen man sich umgibt. Wenn diese auch sehr offen damit umgehen, fällt es einem auch einfacher, so ist mein Gefühl. Hat das was damit zu tun, kein „Außenseiter“ sein zu wollen?

    Ganz davon abgesehen hast du ja auch darüber geschrieben, wie furchtbar tolerant alle Menschen beim Thema Homosexualität (oder Queerness allgemein) sind – zumindest theoretisch. Viele aus meinem Umfeld interessiert das auch nur beiläufig, auf welches Geschlecht man steht. Zumindest dachte ich das. Sie sind definitiv tolerant, nur geben mir Äußerungen wie „Oh der ist schwul? – Cool.“ manchmal das Gefühl, als wäre es eben doch nicht so normal. Natürlich sind solche Reaktionen viel schöner als Abwendung o. ä., doch es scheint mir, als würde das nun als eine Art „positive Krankheit“ dargestellt werden. Zu deren Verteidigung muss ich allerdings sagen: Es ist wohl schwierig auf soetwas vollkommen adäquat zu reagieren. Manche Menschen wünschen sich die eine, manche eine andere Reaktion. Für jeden bedeutet es eben auch etwas Anderes, sich vor sich selbst oder seinen Mitmenschen zu outen…

    1. Vielen Dank für deine netten Worte und diesen interessanten Kommentar.

      Ich gebe dir vollkommen recht, dass der Umgang mit Sexualität etwas damit zu tun hat in welchem Umfeld man aufgewachsen ist oder mit welchen Menschen man sich umgibt.
      Und ja, Sexualität ist etwas verdammt intimes und wie ich erwähnt habe, bin ich auch selbst teilweise gehemmt,ich denke das ist auch normal, jeder hat seine eigenen Grenzen.

      Alleine die Tatsache, dass wir uns Gedanken darüber machen, wie wir uns zb homosexuellen Menschen gegenüber verhalten sollen ist doch irrwitzig! Alleine, dass wir Angst davor haben, wir könnten sie mit einer unüberlegten Aussage beleidigen… Ich meine, verhalten wir uns ihnen gegenüber doch ganz einfach so wie allen anderen Menschen gegenüber auch 😀 jede/r kann auf einen Kommentar eingeschnappt reagieren, that’s life 😀 und das ist Normalität 🙂

      Liebe Grüße, Kay.

      1. Deine Worte sind so wahr, darüber habe ich bisher kaum nachgedacht. Es ist tatsächlich schon ein wenig paradox, sich so fertig zu machen, damit man jaa nichts falsches sagt. Aber das gilt natürlich in vielen Situationen, besonders in solchen, die mit den Themen Sexualität and Intimität gekoppelt sind.
        Ich glaube, um ehrlich zu sein, ich übertreibe es selbst manchmal ein bisschen, wenn ich mir den Kopf darüber zerbreche, wie nun welche Worte bei meinem Gegenüber ankommen. Per se ist es natürlich nichts Schlechtes, ein gutes Taktgefühl zu erweisen, im Gegenteil. Doch meistens kennt man diese Person, mit der man darüber spricht sowieso so gut, dass sie weiß, wie man Gesagtes meint und meistens erhalte ich von ihr ebenso ein Feedback – ob bewusst oder unbewusst -, wie sie mein Verhalten/ meine Worte wahrnimmt. Also muss ich mir wohl selbst eingestehen, dass es am besten ist, das ganze locker und simpel zu sehen.

        In dem Sinne wünsche ich dir eine sonnige, stressfreie Woche!
        Liebe Grüße 🙂

      2. Danke für deinen Kommentar, es freut mich sehr, dass dir mein Beitrag gefällt 🙂

        Stimmt, Taktgefühl ist wichtig, aber ich sehe das ebenso wie du, dass man sich nicht den Kopf über die Maßen darüber zerbrechen soll, wie man mit jemandem spricht. 🙂
        Wichtiger finde ich es, authentisch zu bleiben, dann versteht das Gegenüber meistens ohnehin, wie man etwas gemeint hat 🙂

        Liebe Grüße und dir ebenfalls eine schöne Woche 🙂

  6. Tatsächlich noch immer ein schwieriges Thema! Ich gebe dir aber absolut Recht, dass Diskriminierung aufgrund der Sexualität einfach nicht in Ordnung ist. So lange niemand seelisch oder körperlich zu Schaden kommt und alles in gegenseitigem Einverständnis passiert, soll jeder machen was er mag. Ich muss das ja nicht selber gut oder toll finden, aber ich kann das vollkommen akzeptieren. Es sollte für alle ein größeres Bildungsangebot geben. Zum Einen, weil Wissen Verständnis schafft und zum Anderen, weil so tabuisierte Themen zu etwas völlig normalem werden. Mal schauen, ob und wie sich das in den nächsten Jahren entwickelt. 🙂
    Liebe Grüße
    Sarah

    1. Ja da hast du vollkommen Recht bezüglich des Bildungsangebotes! Ich bin auch gespannt wies weitergeht, momentan habe ich das Gefühl, dass die Leute wieder zurück in die Prüderie gehen als Reaktion auf die zunehmende Sexualisierung in der Öffentlichkeit! Ich hoffe, dass die Tabuisierung irgendwann ein Ende findet!
      Liebe Grüße!

  7. Das hast Du so toll geschrieben und ich finde es super das Du das alles erwähnt hast, es ist wirklich sehr wichtig!

    Ich versuche auch meinen Sohn sehr offen zu erziehen und das er immer weiss, dass er mit Fragen zu mir kommen kann, die Fragen müssen beantwortet werden finde ich!

    Hab einen schönen Tag!

    xoxo
    Jacqueline

  8. Liebe Kay, das ist ein wirklich guter Beitrag! Ich finde Aussagen wie: Ich habe ja nichts dagegen, aber… Immer nervig. Ich verstehe generell nicht, warum bestimmte Themen immer so thematisiert werden. Vor allem bei Homosexuellen Paaren fällt mir das immer wieder auf. Ich lebe nach der Devise: Leben und Leben lassen. Ich möchte so akzeptiert werden wie ich bin und ebenso akzeptiere ich Menschen, bei denen es nicht so läuft wie bei mir 🙂 Wir sind doch alle Menschen 😉

    Liebe Grüße
    Nadine von tantedine.de

  9. Ein interessanter Artikel und so wahr. Als Kinder ist es schon unvorstellbar, dass die Eltern noch Sex haben könnten – von Oma und Opa ganz zu schweigen. Warum aber auch nicht? Ich würde es verdammt schade finden, wenn bei mir nach der Menopause sämtliche Regungen verschwinden würden. Ich finde es richtig, dass auch gleichgeschlechtliche Ehepaare Kinder haben dürfen und sich selbstverständlich auch sozial absichern dürfen (bspw Patientienverfügung usw.) Leider ist unsere Gesellschaft nur teilweise so offen und neural. Jeder hat bestimmt Bekannte, die noch nicht so offen denken. So schade!

    Liebe Grüße Nini von http://www.mamazeiten.com

  10. Ein ganz toller Beitrag nach meinem Geschmack! Ja, Sexualität sollte kein Tabuthema mehr sein. Die einzigen, die NIEMALS Sex hatten und haben, sind meine Eltern. Ist klar, ne? Aaaarrrrgh. Spaß! Ich bin natürlich auch für Toleranz. Ich bin Generation Sex and the City.

    Lieben Gruß, Bea.

  11. Ein schwieriges Thema.
    Ich bin der Meinung Leben und Leben lassen. Also natürlich nur im gesetzlichen Rahmen.

    Ich persönlich stehe dazu, dass ich gleichgeschlechtliche Liebe nicht mag, aber ich habe ja auch einen Ehemann. Ich kenne viele Paare, die gleichgeschlechtlich sind und es stört mich nicht.
    Aber muss ich es deshalb toll finden – nein – aber tolerieren und mich freuen, wenn die Menschen glücklich sind – ja –
    jeder sucht sein Glück in der Liebe und wenn er es gefunden hat, egal mit wem (straffrei versteht sich) dann freue ich mich für ihn/sie.
    Ein Tabuthema wird es noch eine Zeit bleiben, solange bis meine Generation ausgestorben ist, denke ich mal, denn ich kenne leider viele in meinem Alter, die nicht so denken wie ich. – Schade-
    Aber es wird schon viel offener mit dem Thema Sex umgegangen, egal um welche Themen es geht.
    Das merke ich auch oft in Büchern.

    LG Sabana

    1. Danke für deinen offenen und ehrlichen Kommentar, Sabana! Dieser ist ein gutes Beispiel dafür, dass man nicht alles gutheißen muss, aber dennoch vieles akzeptieren kann!
      Ich stimme dir zu, dass es noch lange dauern wird, bis wir von Toleranz sprechen können 🙂 aber es ist ein guter Anfang, dass wir das Thema Sexualität immer offener angehen 🙂

      Liebe Grüße, Kay.

  12. Liebe Kay,
    ich arbeite gerade an einem Beitrag über Sex in der Literatur. Dabei bin ich über ein Interview gestolpert, das die männliche Homophobie ganz interessant erklärt: „Die Männlichkeit des kleinen Jungen entwickelt sich durch die Abstoßung des Weiblichen. Die psychologische Erklärung dafür lautet, dass meistens die Mutter die primäre Bezugsperson in der Kindheit ist. Um wahrzunehmen, dass er männlich ist, muss sich ein Junge irgendwann von der Mutter abgrenzen. Er wird bockig, trotzig, kämpferisch – um zu sagen: Ich bin nicht weiblich! Psychoanalytiker sprechen dabei etwas kompliziert von Disidentifikation. Die brauchen Frauen nicht in dem Maße, denn sie müssen sich von der Mutter nicht abgrenzen. Die ist schließlich schon so weiblich, wie sie es selbst auch werden. Das Prinzip des „Nicht-Weiblich-Seins“ ist für die heterosexuelle Mannwerdung also entscheidend – und da passt die schwule Geschichte eben nicht gut hinein“ (http://www.zeit.de/zeit-magazin/leben/2015-05/sexkolumne-maennerphantasien). Es ist also nicht ’nur‘ gesellschaftlich bedingt – vielfach hat die Ablehnungs- oder Scheu-Reaktion auch einen psychologischen oder biologischen Hintergrund. Das soll nicht rechtfertigen oder verharmlosen, aber erklären. Sexualität folgt bio-neurologisch eben dem Zweck der Fortpflanzung und der ist weder mit Liebe zwischen Menschen gleichen Geschlechts noch mit der zwischen ‚alten‘ Menschen gegeben. Die erfolderliche Toleranz ist daher eine rein kulturell zivilisatorische Leistung, die biologische ‚Impulse‘ überwinden muss, was wiederum Frauen leichter zu fallen scheint als Männern. Insofern läuft alles wieder über den Kanal Bildung und ich finde, es gibt auch schon ganz tolle künstlerische Werke dazu, die für mehr Toleranz sorgen, z.B. „Wolke 9“ über Sex im Alter oder „The Sessions“ über die Problematik ‚Sex und Behinderung‘ und dann natürlich noch so schöne Blog-Beiträge wie deine, die thematisieren und zur Auseinandersetzung anregen ; ) Und genau das braucht es!!! In diesem Sinne: let’s talk about it …

    Liebe Grüße
    Britta

    1. Hey Britta, wow danke für diesen Kommentar!
      Ich werde gleich mal den ganzen Artikel lesen, echt spannend. Ja wie du richtig sagst, das ist tatsächlich eine Erklärung aber eben keine Rechtfertigung für das Verhalten mancher Leute! Tatsächlich bedarf es hier mehr Aufklärung und Bildung der Menschen, hier wäre eine Enttabuisierung umso notwendiger. Stattdessen wird hier Prüderie praktiziert, wo die Jugendlichen gezwungen sind, ihre Fragen anderenorts beantworten zu lassen und dazu dient meist das Internet, welches meist die falschen Werte in Bezug auf Sexualität vermittelt!
      Danke für deine Tipps, ich werde mir Wolke 9 und the sessions bald mal zu Gemüte führen, ich kannte beide bisher noch nicht!

      Danke für die netten Worte, ich freue mich, dass dir mein Beitrag gefällt und bin nun umso neugieriger auf deinen! Liebe Grüße und noch einen schönen Tag! 🙂

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