Vom Skeptiker zum Optimisten in 31 Tagen

Warum ich mich selbst nicht gerade als “Sonnenschein” bezeichnen würde…

Ach ja, wie gerne wäre ich einer dieser Menschen, die aufgrund ihres Gemütszustandes oftmals als “Sonnenschein” bezeichnet werden.

Einer dieser Menschen, bei denen man das Gefühl hat, sie könne absolut Nichts erschüttern und sie hätten eine immerwährende positive Grundeinstellung zum Leben.

Einer dieser “Das Glas ist halb voll” Menschen, die auch an den schwärzesten Tagen ihres Lebens davon ausgehen, dass “alles wieder gut wird”.

Mein Freund ist so ein Mensch. Ein echter “Sunnyboy”. Sein fröhliches Wesen wirkt wahrlich ansteckend auf Andere. Er hat immer ein Lächeln auf den Lippen und geht offen durch die Welt.

Das kann manchmal unglaublich nerven, sage ich euch! 😀

Versteht mich nicht falsch, ich liebe ihn und wahrscheinlich funktioniert unsere Beziehung deswegen so gut, weil er ganz einfach mein Gegenpol ist… zumindest in Bezug auf die Lebenseinstellung.

Warum ich das sage? Nun, weil ich das absolute Gegenteil davon bin, was man unter einem “Sonnenschein” versteht.

Ich würde mich als Realistin bezeichnen. Manchmal sogar als chronische Pessimistin, die immer erstmal vom Schlimmsten ausgeht…

Okay, das war jetzt etwas übertrieben … Ich bin zwar keine komplette Schwarzseherin, aber dennoch immer skeptisch. Jedoch lasse ich mich dann auch gerne positiv überraschen, wenn etwas besser verläuft als erwartet.

Aber ich gehe nicht blauäugig und offen auf Alles und Jeden zu. Ich handle überlegt, wäge die Vor- und Nachteile, sowie die Konsequenzen meines Handelns ab.

Ich gebe zu, das kann sehr einschränkend sein im täglichen Leben, da ich mich niemals richtig “fallen lassen” kann.

12 Eigenschaften 12 Monate

Das Geheimnis der Balance!

Nachdem ich meinen Freund kennengelernt hatte, war ein Wandel in meiner Einstellung zu beobachten … und in seiner ebenfalls.

Irgendwie haben sich unsere Eigenschaften mit der Zeit ergänzt. Er hat mir beigebracht, hin und wieder etwas locker zu lassen und auch mal die Kontrolle abzugeben. Im Gegenzug habe ich ihm gezeigt, dass nicht immer Alles gut und schön ist in der Welt und man die Dinge durchaus hin und wieder hinterfragen sollte.

Und schließlich haben wir irgendwie die Balance gefunden.

Habt ihr auch solche Menschen in eurem Leben, die euch dabei helfen, den Ausgleich zu finden?

Nun aber Butter bei die Fische!

Warum aber erzähle ich euch das Alles eigentlich?

Nun, ich bin auf das Blogprojekt von Dailymaybe gestoßen, die eine ganz wunderbare Idee hatte, wie sie ihre persönlichen Vorsätze fürs Jahr konsequent umsetzen kann.

Ziel ihres Projektes ist es, bewusst an positiven Eigenschaften zu arbeiten und am Ende des Jahres zufriedener mit sich selbst zu sein.

Klappen soll das Ganze, indem man 12 Monate lang jeweils an 12 Eigenschaften arbeitet und anschließend am Ende jedes Monats reflektiert, wie dies gelaufen ist.

Scheitern ist natürlich erlaubt!

Gerade was das Arbeiten an Emotionen und persönlichen Eigenschaften angeht, kann man nicht davon ausgehen, dass man innerhalb eines Monats ein neuer Mensch ist…

Aber der Grundgedanke gefällt mir und es ist doch ein schöner Anstoß, sich mal wieder mit sich selbst auseinanderzusetzen.

An der Verbesserung dieser Eigenschaft habe ich im Jänner 2018 gearbeitet :

Bezugnehmend auf meine Geschichte im ersten Teil dieses Beitrages, könnt ihr euch bestimmt schon vorstellen, was meine erste Eigenschaft ist, an der ich in diesem Jahr gearbeitet habe: POSITIVITÄT.

Mein Partner hat hierfür ja bereits einen Grundstein gelegt, doch gerade gegen Ende des letzten Jahres habe ich erkannt, dass mir viel von dieser neu erworbenen positiven Einstellung wieder abhanden gekommen ist. Ich bin aufgrund diverser Erfahrungen 2017 in alte Verhaltensmuster gerutscht und wieder zur Skeptikerin geworden.

Mein einziger Vorsatz für 2018:

„Think positive.“

Am 31.12. habe ich meinen engsten Freunden dann unterbreitet, dass ich möchte, dass 2018 besser wird! Mehr Lebensqualität mehr Freude, mehr Achtsamkeit, mehr Energie, mehr POSITIVITÄT.

Gut. Ich muss sagen, in einigen Punkten ist es im Jänner leider genauso beschissen weiter gegangen, wie im Vorjahr…

DOCH ich habe mir immer wieder in Erinnerung gerufen, dass es hauptsächlich an meiner eigenen Einstellung liegt, wie gut oder schlecht ich mit einer Situation zurecht komme.

Ich habe versucht an jeder noch so üblen Situation etwas Positives zu entdecken.

negative positive

Mein Fazit:

Ist es mir gelungen?

Ich bin ehrlich: Nicht immer.

Es war ein sehr zehrender Monat, mit vielen Hürden und Kompromissen, die es zu überwinden und einzugehen galt.

Aber: Ich nehme mir die Motivation mit, weiter an der Positivität zu arbeiten. Denn ich weiß auch, wäre ich weiterhin so pessimistisch durch die Welt gegangen, wie noch im Monat zuvor, hätte mich das Alles wesentlich mehr Kraft und Energie gekostet.

Ich sehe es als guten Anfang, mit dem ich durchaus zufrieden sein kann.

Mal sehen, vielleicht kommen ja noch Eigenschaften, die ich mir tatsächlich innerhalb von 30 Tagen aneignen kann. Ich habe ja noch 11 vor mir 🙂

Mein Appell an euch:

Ich denke nicht, dass es möglich ist, in nur 31 Tagen seine Grundeinstellung zum Leben komplett umzukrempeln. Ich habe erkannt, dass das ein langer Prozess ist, bei dem es auch immer wieder Rückschläge geben wird.

Was aber könnt ihr euch aus dieser Geschichte mitnehmen? Am Besten, dass es immer auf die eigene Einstellung ankommt, wie gut oder schlecht man mit einer schwierigen Situation umgehen kann.

Wenn ihr an eurer Positivität arbeitet, wird euch vieles im Leben leichter Fallen. Negative Dinge werden euch nicht mehr so belasten und ein Schicksalsschlag wird euch nicht dauerhaft den Boden unter den Füßen wegreißen.

Mit einer positiven Grundeinstellung könnt ihr auch Andere mitreißen, denen es vielleicht schlecht geht. Ihr habt dann die Stärke, Dinge besser aushalten zu können und seid vielleicht das Rettungsnetz für Andere, die ihre Hoffnung verloren haben.

Habt ihr auch Lust an Dailymaybes Projekt teilzunehmen? Ihr könnt jederzeit einsteigen und müsst auch nicht die vollen 12 Monate mitmachen… Für genauere Infos, hier nochmal der Link für euch: PROJEKT: 12 MÖGLICHKEITEN ZUR SELBSTVERBESSERUNG!

Und Alle, die nicht mitmachen wollen frage ich: Habt ihr vielleicht auch Eigenschaften, an denen ihr gerne arbeiten würdet? Und wie wollt ihr das anstellen? Erzählt mir davon ganz einfach in den Kommentaren 🙂

Liebe Grüße, eure Kay.

 

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3 Kommentare zu „Vom Skeptiker zum Optimisten in 31 Tagen

  1. Eine positive Einstellung finde ich in der Tat auch sehr wichtig. Aber auch, dass man den Boden der Tatsachen nicht aus den Augen verliert. Es ist halt manchmal auch schwierig, Angesichts gewisser Vorfälle in der Welt und auch im kleinerem privaten Rahmen, die „Posivität“ nicht zu verlieren. Aber natürlich soll man auch nicht zu sehr ins schwarzsehen gleiten.. Wie überall: das gesunde Mittelmass macht’s aus.
    Die Vorsätze auf ein realisierbares Niveau zu reduzieren, das ist, denke ich, schon absolut vernünftig! Wie oft setzt man sich Ziele, bei denen man selber schon zu Beginn des Jahres weiss: das halte ich grad mal bis April durch…. Das demotiviert dann schon bald..
    Drum habe ich mir persönlich für dieses Jahr nur das Ziel gesetzt, Kantonesisch zu lernen und auf den Mount Everest zu kraxeln… Scherzchen…. Ich fang klein an und versuche, mich beruflich etwas mehr durchzusetzen und werde eine Weiterbildung beginnen…
    Frohes Gelingen Allen, die sich für dieses Jahr auch was vorgenommen haben..
    Und das Dailymaybes-Projekt find ich super!!

    Gefällt 1 Person

    1. Ja da gebe ich dir vollkommen Recht, auf das Mittelmaß kommt es an. Und vieles wird eben doch leichter, wenn man nicht immer gleich den Teufel an die Wand malt 🙂

      Deine Vorsätze finde ich schön und ich wünsche dir viel Erfolg dabei 🙂 vielleicht wirds ja in ein paar Jahren doch der Mount Everest 😂

      Liebe Grüße und danke für deinen tollen Kommentar!

      Gefällt mir

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