Ist „Neu“ wirklich immer besser?

Angst Veränderung

(Diesen Beitrag gibt´s auch als Podcast hier oder am Ende dieses Artikels)

Über die Angst vor Veränderung

Wir alle kennen sie, diese Phasen im Leben, in denen wir das dringende Bedürfnis nach Veränderung verspüren. Manche von uns färben sich dann die Haare, richten ihre Wohnung neu ein oder schreiben ein Buch. Andere schmeißen vielleicht sogar ihren Job hin und beginnen etwas Neues.

Doch ist “Neu wirklich immer besser”, wie Barney Stinson in How I met your mother behauptet?

Nun ich denke, wenn man merkt, dass es langsam an der Zeit ist, sich umzusehen, welche Alternativen das Leben zu bieten hat, sollte man die Augen offen halten. Oft ergeben sich genau dann neue Chancen, die es zu ergreifen gilt.

Ist man unglücklich und ausgebrannt in der Arbeit und es fällt einem ein neues Angebot in den Schoß, dann soll man es nützen.

Dann ist es ein Wink des Schicksals, dann soll es so sein. Und aus einer solchen Veränderung entsteht meistens schon alleine deshalb etwas Positives, weil man sich selbst wieder frei und motiviert fühlt. Man ist bereit, sich neuen Aufgaben und Herausforderungen zu stellen.

Schwierig wird es aber meistens dann, wenn es um die Liebe geht.

Angst Veränderung

Steckt man in einer langjährigen Beziehung und es beginnt sich ein inneres Gefühl des Unbehagens auszubreiten, ist es eher selten der Fall, dass man aus dieser Laune heraus die Beziehung einfach über den Haufen wirft.

Man wägt zuerst einmal die Optionen ab. Was wäre nach einer Trennung einfacher, wo wären Schwierigkeiten? Die meisten Menschen binden sich ja nicht nur gefühlsmäßig aneinander, sie teilen auch finanzielles, Haustiere oder haben Kinder zusammen.

Und alles einfach wegzuwerfen, weil man sich nach Abwechslung sehnt, ist natürlich riskant.

Man muss schließlich wieder ganz von vorne beginnen. Und das alleine. Und alleine zu sein, nachdem man über Jahre ein Beziehungsleben geführt hat, fällt den Meisten erstmal schwer. Man fühlt sich dann nämlich nicht nur alleine sondern bisweilen sogar einsam.

Und die Einsamkeit fürchten wir alle.

Abends plötzlich alleine zu Hause zu sein, nur mit sich und seinen eigenen Gedanken. Erlebnisse des Tages mit niemandem teilen zu können oder Probleme zu besprechen, das fehlt dann. Natürlich kann man Freunde und Familie anrufen, aber das ist eben einfach nicht dasselbe. Sie alle können einen Partner nicht ersetzen.

Einerseits hat es ja auch etwas Gutes, wenn man in der heutigen, sehr schnelllebigen, Zeit nicht gleich jedem Impuls folgt und sein Leben komplett umkrempelt, ohne über mögliche Konsequenzen nachzudenken. (Auch das machen Einige und bei ihnen bewirkt die daraus resultierende Veränderung in den seltensten Fällen etwas Positives).

Wenn wir den Mut haben, um Dinge und Personen auch zu kämpfen, kann das oft schon ausreichen, um neuen Schwung in eine Ehe/Beziehung/Lebenssituation zu bringen.

Andererseits: Klammern wir uns dadurch nicht auch viel zu Häufig an Lebensumstände, welche uns nicht gut tun? Aus ZU viel Angst?

Man klammert sich zum Beispiel an eine Beziehung, aus dem egoistischen Beweggrund heraus, dass man selbst nicht einsam sein möchte. Darum gibt man sich mit dem zufrieden, was man hat.

Und im schlimmsten Fall denken beide Parteien so und sind jedoch in Wahrheit mit der Gesamtsituation todunglücklich. Und dann, Jahre später, bemerkt man, dass man den Absprung verpasst hat und man macht sich gegenseitig Vorwürfe für das eigene Unglück.

Nun, woher weiß ich also, ob ich mich in einer Situation befinde, aus der ich mich lösen muss oder in einer, um die es sich zu kämpfen lohnt?

Ein Universalrezept dafür gibt es nicht. Sind keine anderen Menschen von meiner Entscheidung betroffen, ist es einfach. Dann sage ich: Tu es einfach! Wenn du scheiterst, dann machst du eben etwas anderes. Aber wenn du es nicht tust, wirst du dich für immer ärgern, es nicht versucht zu haben.

In der Liebe sage ich: Denk erstmal drüber nach! In jeder zwischenmenschlichen Beziehung muss man Kompromisse eingehen, damit beide Partner ihre jeweilige Persönlichkeit entfalten können. Gehen die Kompromisse allerdings überwiegend nur von einer Person aus und bringen sie die Partnerschaft dadurch  in ein Ungleichgewicht, dann heißt es : handeln!

Gastbeitrag MissLisbeth

Und die Einsamkeit?

Wenn man den Antrieb gefunden hat, einen Neuanfang zu wagen, sprüht man nur so vor Energie und Tatendrang, sodass man dadurch meistens von ganz alleine in ein neues Umfeld rutscht, neue Bekanntschaften macht und sich auch nicht einsam fühlen muss.

In jedem Fall (Liebe, Job oder sonstige anstehende Veränderungen) sind die berühmten pro und contra Listen sehr hilfreich. Klingt simpel, ist es auch. Aber es verdeutlicht noch einmal, welche Umstände überwiegen… positive oder negative.

Und ob es sich um Dinge handelt, die sich leicht verändern lassen oder um Begebenheiten mit denen man sich abfinden muss?

Alltag und Gewohnheit sind die ultimativen Zufriedenheitskiller! Hab keine Angst davor, etwas Neues zu beginnen. Du wirst neue Energie verspüren. Du wirst wieder Spaß haben.

Man darf einfach nicht so viel Angst haben. 

Manchmal wird man auch unerwartet in eine Veränderung hineingeworfen. Was dann?

In diesen Situationen hat man keine Zeit sich darauf vorzubereiten. Dann ist man vielleicht erstmal überfordert. Zweifelt, hat Angst und Sehnsucht nach dem alten Zustand.

Aber auch dann macht es keinen Sinn, in der Vergangenheit zu leben. Findet euch mit der neuen Situation ab und versucht, das Beste daraus zu machen.

Es fügt sich schon alles irgendwie. Ich weiß, das sagt sich so leicht. Aber seht es doch mal so: Wenn auch mal etwas schief geht… Dann ist man halt einmal am Boden. Das „Gute“ daran ist: danach kann es nur mehr bergauf gehen .

Mein Fazit:

Veränderungen aus einem Impuls heraus zu wagen, kann funktionieren, ist aber eher weniger ratsam.

Neues vielleicht auch nicht immer sofort zu wagen und ein zwei Chancen verstreichen zu lassen, ist auch ok. Vielleicht bietet sich noch eine dritte Chance, wenn man dann genug nachgedacht hat und tatsächlich bereit dafür ist. Meistens ist das so. Und dann soll es so sein. Und dann tut es!

Mein Appell an euch:

Habt keine Angst vor Veränderung! Lasst sie zu!

Bleibt bloß nicht stehen! Hört euch zu, wenn euer Gefühl sagt, dass etwas nicht mehr passt.

Veränderung gehört zum Leben. Sie muss nicht immer radikal erfolgen und manchmal gehört auch viel Vorbereitung dazu.

Aber wenn sie stattfindet, beginnt stets ein neuer Lebensabschnitt. Die Motivation kehrt zurück und man hat wieder Freude am Leben. Wenn auch nicht für immer, dann zumindest für den Moment und das gibt einem wieder Auftrieb.

Ob es nun die neue Haarfarbe, die neue Wohneinrichtung, ein neuer Job oder ein neuer Partner ist. Neu ist nicht immer besser. Aber es macht das Leben auf jeden Fall spannend.

Und wie steht es mit euch? Wie geht ihr mit Veränderungen um? Folgt ihr eher eurem Bauchgefühl oder orientiert ihr euch in solchen Fällen lieber an der Vernunft?

Ich bin gespannt auf eure Ansichten und wie ihr darüber denkt 🙂

Liebe Grüße, eure Kay.

Wie geht ihr mit Veränderungen im Leben um? Macht ihr euch vorab Gedanken darüber oder seid ihr eher spontan in euren Entscheidungen? Ich bin gespannt auf eure Kommentare! 🙂

Einen ebenfalls sehr interessanten Beitrag über die Angst vor Veränderung gibt es auf der Zeit zu Leben Seite. Den Link dazu findet ihr hier!

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Hier gibt´s den Beitrag zum Anhören:

 

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15 Kommentare zu „Ist „Neu“ wirklich immer besser?

    1. Oh je, das tut mir leid zu hören :/

      Ja ich sehe das auch so. Manchmal kann man es sich leider nicht aussuchen, aber wenn doch, sollte man sich wirklich ausreichend Zeit dafür nehmen, sich erstmal gründlich Gedanken darüber zu machen.

      Liebe Grüße, Kay.

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